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Mehr als ehrenvolles Cup-Out gegen Swans

  • Veröffentlicht am Freitag, 09. Februar 2018 23:33

Schade! Die Vienna D.C. Timberwolves müssen sich am Freitag im T-Mobile Dome den Swans Gmunden im Viertelfinale des Basketball-Cups mit 86:97 geschlagen geben.

Die Wölfe liefern dem insgesamt 17-fachen österreichischen Titelträger und aktuellen ABL-Dritten einen unglaublichen Kampf und liegen trotz massiver Ausfälle im dritten Viertel mit bis zu elf Punkten voran. Der sensationelle Final-Four-Einzug scheint möglich, aber am Ende setzt sich der große Favorit dank der physischen Überlegenheit und der (heute) längeren Bank noch verdient durch.

Völlig ausgeglichene erste Hälfte

Während Gmunden komplett aufläuft, fällt den Wolves von den ursprünglichen Top-12 mit dem erkrankten Laurence Müller kurzfristig schon der fünfte Spieler aus. Trotzdem entwickelt sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch mit insgesamt 28 Führungswechseln. Die Wolves haben mit der aggressiven Swans-Defense angeführt von Petar Cosic und Philipp D'Angelo keine Probleme. Mit 22:22 geht es in die erste Pause.

Im zweiten Viertel können sich die Gäste auf 31:24 absetzen, doch die Wölfe um Marko Kolaric, David Geisler und Nemanja Nikolic treffen die Dreier hochprozentig und erhobern die Führung zurück (38:36). Nach zwei Dreipunktern von Daniel Friedrich geht es mit 43:44 in die Halbzeit.

Wolves ziehen davon, Klette kontert

Nach Seitenwechsel werfen sich die Wolves um Kolaric und Pezi Hofbauer heiß und ziehen auf 62:51 und bis zur 27. Minute auf 65:54 davon. Danach setzen die Swans ganz auf die Inside-Power von Tilo Klette. Der Center erzielt innerhalb von vier Minuten zwölf Punkte, Gmunden ist am Offensiv-Rebound dominant und verkürzt auf 64:68. Jonas John stellt von außen auf 73:64, ehe Toni Blazan mit einem Dreier zum 67:73 aus Swans-Sicht scort. Das Viertel geht mit 30:23 an die Wölfe.

Im Schlussabschnitt werden die Timberwolves gegen den Druck der Gäste fehleranfällig, Klette scort weiter und Blazan, Friedrich und Adrian Mitchell treffen von außen. Fünf Minuten vor Ende sind die Wolves noch auf 82:83 dran, doch die Wölfe können wegen der kurzen Rotation nicht mehr zusetzen. Gmunden stellt auf 92:82, näher als bis auf sieben Zähler kommen die Wiener nicht mehr heran.

Große Anerkennung auch vom Gegner

"Gratulation an Gmunden, das physisch vor allem in Person von Tilo Klette klar überlegen war. Wir haben wegen der vielen Ausfälle zudem quasi nur zu siebent rotieren können, konnten die körperlichen Nachteile trotzdem mehr als 30 Minuten lang sensationell gut wettmachen und waren spielerisch lange besser. Um es über die Zeit zu bringen, hätten wir wirklich ein perfektes Spiel gebraucht, wir können uns aber erhobenen Hauptes aus dem Cup verabschieden", analysiert Wolves-Coach Hubert Schmidt.

Kapitän Pippo D'Angelo meint: "Wir haben einen großen Fight geliefert, sind aber durch den körperlichen Nachteil müde geworden und Gmunden hat am Ende verdient gewonnen. Wir können trotzdem stolz sein."

Swans-Coach Bernd Wimmer resümiert: "Zum Schluss war die Kraft und die höhere Rotation auf unserer Seite. Großes Kompliment an die Timberwolves. Ich bin froh, dass wir es ins Cup-Final-Four geschafft haben."

Nationalspieler Enis Murati ist erleichtert: "Großer Respekt an die Timberwolves. Sie haben gezeigt, dass auch in der 2BL guter Basketball gespielt wird. Sie konnten schlussendlich nicht mit unserer Intensität mithalten, das war der Unterschied."

Neben Gmunden stehen auch Fürstenfeld, Kapfenberg und Wels im Final Four. Für die Wolves geht es bereits am Sonntag (17 Uhr, AktivPark Güssing) mit dem 2BL-Spiel gegen die Jennersdorf Blackbirds weiter.

- - - STATISTIK zum Spiel - - -

Basketball-Cup, Viertelfinale, Freitag, T-Mobile Dome:

Vienna D.C. Timberwolves - Swans Gmunden 86:97 (22:22, 43:44, 73:67)

Timberwolves: Geisler 19, Kolaric 17, Nikolic 14, D'Angelo 12, P. Hofbauer 11, Cosic 8, John 5, Werle, Goranovic, Ringhofer, M. Hofbauer

Gmunden: Klette 24, Friedrich 17, Blazan 13, Mitchell 12, Murati 8, Rountree 7, Gaidys 5, Linortner 4, Wesby 4, Schartmüller 3; Buchegger, Hieslmair