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Rückblick auf eine traumhafte Saison

  • Veröffentlicht am Montag, 30. April 2018 22:44

Vor der Saison 2017/18 sind die Vienna D.C. Timberwolves mit dem Ziel angetreten, den Aufstieg in die ADMIRAL Basketball Bundesliga zu schaffen. Sportlich wurde dieses Ziel erreicht, nun gilt es noch den Lizenzierungsprozess erfolgreich zu absolvieren.

Was die Wölfe heuer in der ZWEITEN Basketball Bundesliga und im Basketball-Cup auf das Parkett gebracht haben, wird jedenfalls in die Geschichte des Klubs eingehen. Der am Sonntag errungene dritte Meistertitel nach 2010 und 2015 war die würdige Krönung einer unglaublichen Saison.

Dominant in der 2BL, beeindruckend auch im Cup

Von 30 Spielen in Grunddurchgang und Playoffs gingen nur vier verloren. Kein einziges Mal lagen die Wolves nach 40 Minuten mit mehr als zwei Punkten zurück.

Auf die beiden Niederlagen in den Playoffs reagierte das Team jeweils mit fulminanten Siegen.

Im Cup wurde Erstliga-Team Oberwart aus dem Bewerb geworfen und selbst gegen den ABL-Dritten Gmunden waren die Wolves im Viertelfinale trotz zahlreichen Ausfällen ganz nahe an der Sensation. Schon in der Preseason hatte man das Potenzial unseres Teams beim klaren Erfolg gegen ABL-Dominator Kapfenberg (wenn auch ohne einige Stammkräfte) erkennen können.

- - - BILDER zum 3. Finale und zur Siegerehrung - - -

Nicht planbare Dynamik

Noch einmal wollen wir die beispiellose Ausgeglichenheit im Kader hervorheben: Gleich neun Spieler erzielten in den 2BL-Spielen durchschnittlich zwischen 8,7 und 12,2 Punkten. Topscorer Nemanja Nikolic ist nur die Nummer 25 in der Bestenliste der Liga!

Head Coach Hubert Schmidt meint: „Ich kann mich nur wiederholen: Bereits früh in der Saison haben wir gespürt, dass sich heuer etwas ganz Spezielles entwickelt. Das Team hat von Beginn an prächtig harmoniert und sich auch menschlich top verstanden. So etwas kann man nicht planen, auch wenn wir natürlich versucht haben, uns gezielt zu verstärken.“

Neuzugänge schlugen voll ein

„Ein bisschen“ bei dieser Entwicklung geholfen hat zweifelsohne die Verpflichtung von Marko Kolaric, der sich zum zweiten Mal in Folge den Finals-MVP-Titel gesichert hat. Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des Feldes war unser Big Man mit seinem Dauerlächeln ein ungemein stabilisierender Faktor.

Auch der zweite Neuling Laurence Müller hat sehr viel zu einem positiven Mannschaftsklima beigetragen und war ebenso schnell gar nicht mehr als „Neuer“ zu identifizieren. Athletik und Energie unseres Backup-Point-Guards haben dem Team viel Leben eingehaucht.

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Großartige Steigerung der Stützen

Die fantastischen Leistungen der Mannschaft wären aber nicht möglich gewesen, hätten nicht auch die Stammkräfte teils große Schritte nach vorne gemacht. Pero Cosic hat die vor der Saison gestellte Herausforderung, sich als bester Point Guard der Liga zu beweisen, eindrucksvoll bestanden.

Nemanja Nikolic hat heuer eine tolle Balance zwischen Nützen seiner individuellen Fähigkeiten und Team-Basketball gefunden und im Cup sowie im Duell mit Nationalspieler Sebastian Koch gezeigt, dass er den Vergleich mit ABL-Spielern nicht zu scheuen braucht.

„Oldies“ beeindruckten

Respekt zollen muss man vor allem zwei Routiniers: „Oldboy“ David Geisler ist mit nunmehr vier Titeln alleiniger 2BL-Rekordmeister und hat 37-jährig nach seiner schweren Verletzung alle 33 Saisonspiele absolviert!

Vince Polakovic, langjähriger Topscorer der Timberwolves, hat in dieser Saison seine Rolle von der Bank ohne Hadern angenommen und sie trotz der Belastung mit Beruf, Pendeln und Baby sensationell ausgefüllt. Nicht zu Unrecht nennt sich Vinco „Best Tenth Man of the League.“

Pippo D’Angelo hat seine Kapitänsrolle mit viel Engagement erfüllt und gezeigt, was für ein vielseitiger Basketballer er ist – gerade, weil er heuer nicht vom Wurfglück gesegnet war.

Eigengewächse übertrafen Erwartungen

Besonders stolz ist das Wolfsrudel auf die Entwicklung seiner Eigenbauspieler.

Jonas John hat bewiesen, dass er ein „Player“ ist, nie weniger als hundert Prozent geben kann und Spiele auf diesem hohen Level allein durch seine unbändige Energie beeinflusst. Im Grunddurchgang war der 18-Jährige sogar Topscorer der Mannschaft.

Pezi Hofbauer hat sich als einer der besten Shooter des Landes etabliert und die Dreier aus der Ecke mit einer Sicherheit wie andere bei Korblegern verwandelt. Als erster Heeressportler im violetten Dress konnte der Brucker quasi ins Profi-Leben hineinschnuppern.

Jakob Mayerl ließ sich von erneutem Verletzungspech nicht beirren und konnte sich auch nach monatelanger Pause sofort wieder nahtlos in die Starting Five einfügen und das Team defensiv auf ein neues Niveau heben.

Das Vertrauen, den verlockenden Rufen aus der ABL zu widerstehen und den Timberwolves treu zu bleiben, hat sich für die Youngsters ebenso voll bezahlt gemacht wie umgekehrt das Vertrauen der Coaches in sie.

Kadertiefe macht sich bezahlt

Vorbildlich haben auch unsere „Rollenspieler“ ihre Aufgaben erfüllt. Max Pelz, der leider lange ausfällt, und Andreas Werle haben bei einigen umkämpften Siegen wichtige Minuten beigetragen.

Marko Goranovic, Sam Ringhofer und Mark Laurencik bekamen aufgrund der Tiefe im Kader nicht viel Einsatzzeit, haben aber ihr Talent bewiesen und mit starken Leistungen im Training gewährleistet, dass das Trainingsniveau der Wölfe wohl klar das höchste der Liga war.

David Rados erlitt leider schon vor Saisonbeginn eine schwere Verletzung. Wir sind zuversichtlich, dass er im Herbst in der ABL wieder voll durchstarten kann.

Engagement von vielen Seiten

Einen Schritt nach vorne konnten wir auch in der Führung des Teams machen. Head Coach Hubert Schmidt freute sich über Routine und Abgeklärtheit, die Assistant Coach Robert Langer einbrachte.

Physio Lisa Schweinberger, Athletiktrainer Jonny Weissenbacher und Mental Coach Mario Schuster stellten – eingebettet in das stimmige Gesamtkonzept unter der sportlichen Leitung von Aldin Saracevic - eine hervorragende Rundumbetreuung sicher.

Einen großen Teil zum Gelingen des Gesamtprojekts trugen auch das Organisationsteam, die Gestalter des Spieltags und vor allem die vielen freiwilligen Helfer bei. Ein riesiges Dankeschön!

Toller Fan-Support

Vollmundig wollten Gäste-Teams so manches Spiel im T-Mobile Dome zu einem „Heimspiel“ ihres Vereins machen, doch die Timberwolves sind stolz auf und dankbar für die großartige Fan-Unterstützung!

Der Fanbus nach Güssing, die Cup-Heimspiele sowie das Feiern des Titels mit unseren Fans in der Heimhalle werden in wunderschöner Erinnerung bleiben.

Teamspirit über die Mannschaftsgrenze hinaus

Präsident Wolfgang Horak ist stolz: „In dieser Saison haben wir alles sehr gut geplant und noch besser umgesetzt, der Teamspirit war weit über die Mannschaftsgrenze hinaus enorm. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren, blieben wir heuer zumindest weitgehend vom Verletzungspech verschont, hatten also auch das nötige Glück. Sportlich ist uns infolgedessen alles gelungen. Nun packen wir die nächsten Themen an.“

Wie heißt es so schön: „Nach der Saison ist vor der Saison!“