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MU19-ÖMS: Erste Saisonniederlage

  • Veröffentlicht am Sonntag, 07. Mai 2017 21:21

Das MU19-Team der Vienna D.C. Timberwolves muss sich am Sonntag im ÖMS-Viertelfinal-Hinspiel bei den Kapfenberg Bulls mit 84:87 geschlagen geben und erleidet die erste Niederlage im 27. Saisonspiel. Im Rückspiel am kommenden Sonntag (14.45 Uhr) im Wolves Dome müssen die Wölfe somit mit vier Punkten Differenz gewinnen, um in das Final Four einzuziehen.

Die Voraussetzungen vor der Begegnung sind nicht die besten: Die Timberwolves haben fünf Ausfälle zu beklagen (Hofbauer, Chrigui, Hörberg, Werle, Rotter) und einige Leistungsträger hatten am Vorabend im Landesliga-Halbfinale ein Double-Overtime-Spiel zu bestreiten. In Kapfenberg verletzen sich zudem Sam Ringhofer (1. Viertel, Auge) und Alex Rogat (3. Viertel, Knie).

Die Wölfe erzielen ihre einzige Führung zum 4:2 und haben in der Folge große Probleme in der Defense: Ob im 1-gegen-1, im Pick-and-Roll oder am Rebound - die Bulls bekommen, was sie wollen und legen auf 20:15 vor. Die Gäste schrauben die Intensität nach oben und gleichen angeführt von Jonas John aus. Als das Momentum dabei ist, auf die Wiener Seite zu wechseln, wird ein Schlag ins Gesicht von Sam Ringhofer nicht als Foul geahndet, der Guard kann nicht weitermachen und Kapfenberg stellt durch Kushtrim Dvorani bis zur Pause auf 24:20.

Im zweiten Abschnitt finden die Steirer immer wieder Daniel Köppel für unbedrängte Korbleger und bauen den Vorsprung auf neun Punkte aus. Alex Rogat und Co. arbeiten sich auf 35:37 heran, ehe Dvorani mit zwei Dreipunktern für eine zweistellige Führung der Hausherren sorgt. Mit 40:50 aus Wölfe-Sicht geht es in die Halbzeit.

Die Wolves kommen mit viel Energie aus der Kabine und verkürzen auf 47:52. Die Probleme am Rebound bleiben erhalten und Lukas Hahn und die Bulls ziehen auf 60:47 davon. Andrew Schausz, David Rados und Jonas John verkürzen mit einem 10:0-Run auf 57:60. Alex Rogat verdreht sich unglücklich das Knie, nach 30 Minuten heißt es 61:66.

Die Timberwolves haben Lunte gerochen und kommen durch den überragenden Andrew Schausz immer näher, Bulls-Big-Man Köppel muss mit dem fünften Foul raus. Beim Stand von 72:73 vergeben die Wölfe mehrmals leichtfertig die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Dank Dvorani und Marvin Riedl zieht Kapfenberg bis zur 40. Minute wieder von 80:79 auf 87:79 davon. In den letzten Sekunden gelingt Jonas John und Ajdin Mujezin - mit einem Dreier in der Schlusssekunde - noch wichtige Resultatskosmetik.

"Gratulation an die Bulls zu einer sehr starken Leistung! Wir haben gewusst, dass es für uns nicht einfach werden würde - Kapfenberg hat einen homogenen Kader und wir viele Ausfälle. Wir haben in der ersten Hälfte den körperlichen Kampf überhaupt nicht angenommen und sind viel zu sehr zurückgewichen. Nach Seitenwechsel waren wir das aggressivere Team und konnten das Spiel fast noch drehen. In unserer derzeitigen Personalsituation können wir uns nicht allein auf unser Talent verlassen, sondern müssen Vorgaben besser umsetzen und tougher spielen. In der zweiten Hälfte haben wir gut gekämpft, das Endergebnis gibt uns für das Rückspiel gute Karten - wenn wir unsere Leistung von Beginn an abrufen. Danke an die Kapfenberger Verantwortlichen für die Umsorgung unserer Verletzten", kommentiert Wolves-Coach Hubert Schmidt.

MU19, ÖMS-Viertelfinale, Hinspiel, Sonntag:

Kapfenberg Bulls - Vienna D.C. Timberwolves 87:84 (24:20, 50:40, 66:61)

Timberwolves: Schausz 26, John 23, Rados 12, Rogat 10, Mujezin 7, Laurencik 4, Nikolic 2, Dürschmied, Ringhofer, Semerl, Goranovic

Kapfenberg: Dvorani 27, Hahn 12, Riedl 12, Thaqi 12, Emiohe 11, Köppel 10, J. Plonner 3, Magerböck; Huber, Körösi, T. Plonner, Scheidl